Bekleidung zum Endurowandern

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driver001
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Bekleidung zum Endurowandern

Beitrag von driver001 »

Durch meinen Sturz letzte Woche und den damit einhergehenden Schlüsselbeinbruch stellt sich mir mal wieder die Frage, was die richtige Bekleidung zum Endurowandern ist. Schwerpunkt ist aber wirklich Endurowandern und nicht MX, hauptsächlich Schotterpässe, Feldwege, Waldwege und so was, z.B. ligurische Grenzkammstraße etc.

Bei meinem Unfall letzte Woche hatte ich eine gut ausgestattete enge (sportliche) Textiljacke und zusätzlichen einen Rückenprotektor an. Dazu noch Textilhosen und Stiefel, eigentlich so wie ich früher mit meinen Sporttourer unterwegs war. Habe aber gemerkt, das die Sachen zum Endurofahren eigentlich zu warm sind. Das blöde an der Sache ist aber, das mir der Unfall auf der Straße passiert ist. Ich war im Gelände unterwegs, bin dann vom Waldweg auf die Straße gefahren und in der ersten Kurve ging mir plötzlich das Hinterrad weg. Wahrscheinlich ist da mehreres zusammengekommen, Straße war in der Kurve nass und leicht verschmutzt und zwischen den Stollen war auch noch Dreck/Schlamm. Jedenfalls hat es mich ähnlich eines Highsiders vom Bike geschmissen. Für den Sturz auf der Straße haben sich die Klamotten gut geschlagen, ob mit der Airbagweste, die zu Hause hing, dass Schlüsselbein heil geblieben wäre kann ich nicht sagen. Bin halt zuerst mit der linken Schulter aufgekommen.

Jetzt stellt sich mir die Frage, wie die Sache mit reinen MX-Sachen ausgegangen wäre? Die sind ja nicht dafür ausgelegt um damit über den Asphalt zu rutschen? Was habt ihr so beim Endurowandern an? Ich denke mal Airbagweste fällt raus, fürs Gelände zu warm und soll ja bei einen Umfaller nicht gleich auslösen. Reine MX-Sachen sehe ich aus o.g. Gründen kritisch, da bei mir auch immer ein Onroad-Anteil vorhanden ist und auch so bleibt. Ich schätze mal so 40:60 bis 30:70.

Tendenz geht aktuell in eine Mesh Motorradjacke + -hose. Frage ist nur, mit integrierten Protektoren oder ohne und mit separaten Protektorenhemd etc.

Gruß
Frank
MZ Baghira Black Panther, BMW S1000XR
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Hendrik
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Re: Bekleidung zum Endurowandern

Beitrag von Hendrik »

Hallo Frank,

ich habe eine drei-teilige Stadler-Textil-Jacke (so was ähnliches: https://www.motorradbekleidung.de/stadl ... 2YQAvD_BwE )

Die durchlüftet recht gut im warmen Sommer (wenn man beide inneren Futter herausnimmt) und hat trotzdem noch fest eingebaute Protektoren.

Rückenprotektor habe ich auch immer dran.

Die Hose ist auch von Stadler München.

Die Stiefel sind Alpinestars Touringstiefel.

Viele Grüße

Hendrik
Baghira Black Forest '04@185,0Mm, Baghira Silverduro '97@42,2Mm
Irgendwas ist immer...
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JAU
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Re: Bekleidung zum Endurowandern

Beitrag von JAU »

Als ich neulich "Schlüsselbein" las dacht ich schon direkt: Runtergefallen? :D
driver001 hat geschrieben: 20.09.2021, 18:39 Jetzt stellt sich mir die Frage, wie die Sache mit reinen MX-Sachen ausgegangen wäre?
Die hinge in Fetzen und nur da wo die Protektorenweste oder Panzer sitzt wäre die Apshaltflechte zu vermeiden gewesen.
Speziell Schlüsselbein bist du aber mit fast allem was MX/Enduro angeht schlecht aufgestellt.
driver001 hat geschrieben: 20.09.2021, 18:39 oder ohne und mit separaten Protektorenhemd
Da ist halt auch die Frage ob lieber Weich- oder Hartprotektoren. Offroad läuft man auch Gefahr von punktuellen Lasten, da hilft der Schaumstoff (auch selbsthärtend) dann nicht all zu viel.
Haste Panzer an wird die Kraft verteilt, aber weniger gedämpft. Wenn's ganz blöd kommt konzentriert sich die Kraft aber auch. Z.B. aufs Schlüsselbein...

Grundsätzlich rate ich aber zu allem was Weste ist. In Textilklamotte, speziell wenn sie auch mit Innenfutter passt, hast du zu viel Bewegung und läufst Gefahr das die Protektoren verrutschen wenn es drauf ankommt.


mfg JAU
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obelixx
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Re: Bekleidung zum Endurowandern

Beitrag von obelixx »

Ähnlich wie bei den Stadler-Anzügen führen es auch einige andere Hersteller (z.B. MODEKA) aus:
- Aussenjacke aus (relativ) abriebfestem Gewebe und den Protektoren (bei Stadler auch als Innenjacke)
- Wind- und Wasserdichte Innenjacke (gibt es bei Stadler auch als Außenjackenlösung)
- Thermojacke für ganz innen (habe ich weder bei meiner Stadler-Jacke, noch bei meinen MODEKA-Jacken benutzt)

Als ehemalier Radsportler sage ich immer zum Schlüsselbein: Sollbruchstelle !

Es hilft nur, wenn man darin geübt ist und die nötigen Reflexe besitzt / anerzogen hat, sich "abzurollen" ... was auch nicht immer klappt, bzw. genügt !

Irgendwann ist immer eine Schwachstelle "dran" !
Grüße aus Plattdeutschland / Stephan
driver001
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Re: Bekleidung zum Endurowandern

Beitrag von driver001 »

Hendrik hat geschrieben: 20.09.2021, 23:56 Hallo Frank,

ich habe eine drei-teilige Stadler-Textil-Jacke (so was ähnliches: https://www.motorradbekleidung.de/stadl ... 2YQAvD_BwE
So eine ähnliche Jacke + Hose mit herausnehmbarer Goretex-Membrane, nur eben von Held, benutze ich in Kombination mit einer Airbagweste auf meiner S1000XR. Ist für die Straße, auch im Sommer, absolut okay. Die will ich aber nicht im Gelände auf der Baghira "versauen", zumal die auch relativ hell vom Stoff ist.

Grundsätzlich ist die Textiljacke die ich auf der Baghira bislang benutze nicht schlecht, zumal die auch recht sportlich und eng geschnitten ist. Die Protektoren waren auch jetzt beim Sturz nicht verrutscht. Leider ist bei der Jacke die Goretex-Membrane fest vernäht und die hat auch keine großen Lüftungsöffnungen so daß es Offroad Recht schnell warm wird.

Ich werde mich mal in Richtung einer Textiljacke mit großflächigen Mesheinsätzen umschauen und dazu ein Protektorenhemd. MX Klamotten lass ich bleiben. Problem ist halt, ich bin 1,98m groß und zur Zeit noch relativ schlank. Da brauche ich zwingend eine Langgröße und das wird dann wieder schwierig.

Gruß
Zuletzt geändert von driver001 am 21.09.2021, 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bekleidung zum Endurowandern

Beitrag von driver001 »

obelixx hat geschrieben: 21.09.2021, 19:31 Es hilft nur, wenn man darin geübt ist und die nötigen Reflexe besitzt / anerzogen hat, sich "abzurollen" ... was auch nicht immer klappt, bzw. genügt !
Früher wäre ich da auch sicher wie ein junger Gott abgesprungen bzw. abgerollt :D . Aber irgendwie wird man älter und das abrollen klappt jetzt auch nicht mehr so geschmeidig. Und das mit "Übung macht den Meister" lassen wir hier auch mal aussen vor. :)
Zuletzt geändert von driver001 am 23.09.2021, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bekleidung zum Endurowandern

Beitrag von GS-Emme »

Es gibt ja auch eine große Auswahl an Protektorenhemdem mittlerweile. Ein klassischer Crosser wird wohl eher die Hartschalenvariante nehmen. Ich habe mir mal vor Jahren ein Hemd (Acerbis X-Air) gekauft, wo die Protektoren weich sind, ähnlich denen aus der Motorradjacke, irgendwie auch zertifiziert. Darüber ne normale Endurojacke ohne Membran.
Schlüsselbein wird wohl immer Schwachstelle bleiben;)
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